Dachauer Symposium zur Zeitgeschichte: Künstlerische Erinnerungszeichen in KZ-Gedenkstätten von 1945 bis heute Ästhetik, Ikonografien, Funktionen, Kontroversen

Dachauer Symposium zur Zeitgeschichte: Künstlerische Erinnerungszeichen in KZ-Gedenkstätten von 1945 bis heute Ästhetik, Ikonografien, Funktionen, Kontroversen

16 paź
16. paź 2026 13:00
bis 17. paź 2026 12:30
Niemiecki

Dachauer Symposium zur Zeitgeschichte: Künstlerische Erinnerungszeichen in KZ-Gedenkstätten von 1945 bis heute Ästhetik, Ikonografien, Funktionen, Kontroversen

Seit ihrer Befreiung 1945 wurden in zahlreichen ehemaligen nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslagern
künstlerisch gestaltete Erinnerungszeichen geschaffen. Ehemalige Häftlinge waren die ersten, die Sammlungen von in den Lagern
entstandenen künstlerischen Artefakten anlegten und provisorische Denkmale errichteten, noch bevor die ersten Gedenkstätten entstanden. Stand am Beginn die Notwendigkeit, das Totengedenken durch eine würdige Gestaltung der Massengräber und die Schaffung von (jüdischen und christlichen) Grabdenkmalen zu ermöglichen, so stellte sich bald auch die Frage nach Formen und Sinngebungen von an die Lebenden gerichteten Denkmalen.

Heute existiert auf den ehemaligen Lagergeländen bzw. in den Gedenkstätten eine große Anzahl von skulpturalen bzw. architektonischen, teils monumentalen Erinnerungszeichen. Neben Denkmalen im engeren Sinne gehören dazu auch zahlreiche Kunstwerke und Installationen im Innenraum, persönliche Gedenktafeln, ephemere Interventionen wie künstlerische Workshops etc. In vielen Fällen war ihre Entstehung von heftigen Kontroversen über ästhetische und politische Fragen begleitet.