Albert Vettermann

Albert Vettermann

Der am 19. Dezember 1900 unehelich geborene Albert Vettermann wurde neunjährig, nachdem er bei der Großmutter gelebt hatte, von seinem leiblichen Vater als eheliches Kind anerkannt. Nach dem Schulbesuch begann er eine Kaufmannslehre. Der Vater diente 1915 als Feldwebel im 1. Weltkrieg. Albert musste die Lehre abbrechen und der Stiefmutter im Geschäft helfen.

1918 meldete er sich zum Kriegseinsatz und kämpfte zwei Monate in Frankreich. Nach seiner Rückkehr arbeitete er erst im elterlichen Betrieb, dann bis 1927 in einer Margarinefabrik in Chemnitz. Nach langer Arbeitslosigkeit fand er im Sommer 1937 eine Beschäftigung beim Bau der Reichsautobahn und zog nach Wiedenzhausen. Im Oktober 1937 wurde er dort wegen Verführung eines Minderjährigen (§175) verhaftet und zu einem Jahr und neun Monaten Zuchthaus verurteilt. Seine Haftzeit wurde nachträglich auf zwei Jahre und 3 Monate verlängert.

Im März 1940 trat er eine Arbeitsstelle bei der Firma Schuster in Dachau an. Kurz danach stand er, auf Anweisung der Kriminalpolizeileitstelle München, unter Überwachung. Im November 1940 wurde er zur „Vorbeugung vor neuen Straftaten“ als „Polizeilicher Sicherheitsverwahrungs-Häftling“ ins KZ Dachau gebracht.

1941 überstellte man Albert Vettermann in das KZ Ravensbrück und am 25. März 1942 wurde er, wohl als nicht mehr arbeitsfähig erachtet, in der Tötungsanstalt Bernburg/Saale ermordet.

Schleißheimer Str. 149, 85221 Dachau

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