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Hans Neumeyer wurde am 13. September 1887 in München geboren. Die jüdischen Eltern führten ein Bekleidungsgeschäft in der Sendlinger Straße.
Mit 14 Jahren erblindete er vollständig. Nach einem Studium der Musik wurde er Mitbegründer einer Musikschule. U. a. wirkte er auch als Dozent für Akustik und Improvisation in Hellerau bei Dresden. Dort lernte er Vera Ephraim kennen. Nach der Heirat im Juli 1920 zog er mit ihr nach Dachau. Die Kinder Ruth und Raimund wurden 1923 bzw. 1924 geboren.
Ab 1933 wurde er mit Berufsverbot belegt und durfte nicht mehr unterrichten. Die Ereignisse der Reichspogromnacht am 8./9. November 1938 erlebte Hans Neumeyer in Berlin, wo er sich im Flötenbau unterweisen ließ.
Nach der Vertreibung aus Dachau kam er in München unter. Mehrfache Wohnungswechsel belasteten die Familie.
Am 11. Mai 1939 gelangten die Kinder mit einem Kindertransport nach England. Am 4. Juni 1942 erscheint der Name Hans Neumeyers auf einer Transportliste ins Ghetto Theresienstadt. Er unterrichtete dort weiter Musik und erkrankte Ende 1943 an Tuberkulose.
Hans Neumeyer verstarb am 19. Mai 1944 an den Folgen seiner Erkrankung.
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